Lucy Gasser

Scholar of literary studies and editor of poco. lit.

Die ambivalenten Stärken von spekulativer Fiktion

Kürzlich haben wir Artikel über Afrofuturismus und afrikanischen-Futurismus veröffentlicht. Beide können dem größeren Genre der spekulativen Fiktion zugerechnet werden. Aber was ist spekulative Fiktion? Oder – und das ist vielleicht noch wichtiger – was macht spekulative Fiktion möglich?

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Afrofuturismus und Africanfuturism (afrikanischer-Futurismus)

Die afrofuturistische Bewegung strebt danach, einen Raum für Unabhängigkeit und Selbstbestimmung für Schwarze Menschen zu kreieren, und lehnt den europäischen Universalismus ab. Doch einige Schriftsteller*innen des afrikanischen Kontinents erklären mit Nachdruck, dass das Label Afrofuturismus nicht für das steht, was sie tun.

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Nnedi Okorafor
Lagune

Aliens landen vor der Küste von Lagos, Nigeria. Sofort verbessert sich das Level der Umweltverschmutzung, sie nehmen Einfluss auf Meerestiere und –pflanzen und auf die Qualität des Meerwassers – und das alles schon kurz bevor sie an Land kommen. Nnedi Okorafors Roman Lagune ist sowohl ein lustiger, actiongeladener Streifzug durch alte Sci-Fi-Themen über die Ankunft von Außerirdischen, als auch in vielerlei Hinsicht eine sorgfältig überlegte Dekolonisierung des Genres und seiner eurozentrischen erkenntnistheoretischen Grundlagen.

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Nicole Watson
The Boundary

Dieser dunkle, düstere Krimi wartet nur darauf, verfilmt zu werden. Was das Buch zu mehr macht als zu einem durchschnittlichen Krimi-Mord-Mystery-Genre-Roman, ist der Kontext des Schauplatzes.

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Mit Hannah Arendt über Imperialismus nachdenken

Derzeit und noch bis zum 18. Oktober 2020 ist im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin eine Ausstellung über Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert zu sehen. Mein Interesse an der Ausstellung wurde dadurch geweckt, dass ich kürzlich Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft gelesen habe, das – schade für mich – nur einen relativ kleinen Teil der Ausstellung ausmachte.

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Friday Black von Nana Kwame Adjey-Brenyah: ein ilb-Event

Letzten Freitagabend loggte ich mich ein, um die Lesung mit Nana Kwame Adjey-Brenyah des internationalen Literaturfestivals Berlin (ilb) per Livestream zu verfolgen. Es handelt sich um einen Band Kurzgeschichten, die sich mit Fragen rund um Race und sozialer Gerechtigkeit in dystopischen Szenarien der nahen Zukunft befassen.

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