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buntes Cover von Ciani-Sophia Höders Sachbuch Wut und Böse

Wut und Böse

Ciani-Sophia Höder, die Gründerin des Rosa Mags, des ersten deutschsprachigen Online-Lifestylemagazin für Schwarze FLINTAs, erklärt in ihrem Sachbuch Wut und Böse, wie wichtig diese Emotion ist. Gleichzeitig verdeutlicht sie, dass Wut in miteinander verwobene diskriminierende Systeme eingebettet ist. Besonders von Frauen erwartet die Gesellschaft, ihre Emotionen zu kontrollieren und stets freundlich zu lächeln. Das ist ein Problem und diese Erwartungen sollten Frauen ignorieren, so Höder.

Höder nutzt Anekdoten aus ihrem Leben als Aufhänger, führt viele Gespräche und bezieht sich auf Forschungsergebnisse über diese starke Emotion. Die Forschung sagt, alle Geschlechter spüren hin und wieder Wut oder starken Ärger. Die Gesellschaft sagt, nicht alle haben das Privileg wütend zu sein. Höder sagt, es lohnt sich, wenn sich diejenigen, die in bestimmten Hinsichten weniger gesellschaftliche Privilegien haben, sich die Wut zurückerobern. Dazu ist es wichtig, erst mal zu verstehen, wie bestimmten Personengruppen diese Emotion verweigert wird. Stichwörter sind z.B. tone policing und gaslighting.

Höders Buch ist absolut lösungsorientiert. Verschiedene Communitys haben sich Begriffe wiederangeeignet, also kann doch auch eine Emotion neu für sich beansprucht werden. Wut ist nicht notwendigerweise etwas Böses, sondern kann auch ein Ausdruck dessen sein, dass Menschen böse über etwas sind – über ungerechte Gesellschaftsstrukturen zum Beispiel. So eine Wut kann als Antrieb dienen, sie kann sinnvoll für Veränderung genutzt werden, was Höder mit der Gründung und dem Erfolg des Rosa Mags belegt. Dieses Buch gibt denjenigen, die „jetzt lächel doch mal“ nicht mehr hören können, das Handwerkzeug dem Sprecher jede Menge Argumente um die Ohren zu schleudern, warum so ein Spruch in den aller meisten Fällen absolut unangebracht ist. Andererseits könnten genau solche Personen auch sehr von der Lektüre von Gut und Böse profitiren.

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