Anna von Rath

diversity trainer, translator and editor of poco.lit.

Sharon Dodua Otoo
So, in etwa, ist es geschehen

Sharon Dodua Otoos neuer Roman handelt von einem Mordfall, aber es ist kein Krimi, sondern das Geständnis der Mörderin und die letzten Worte des Ermordeten – oder besser: sein letzter Redeschwall. D.h. es ist von Anfang an klar, wer schuldig ist. Ist die Tat der Protagonistin nachvollziehbar? Der Text ist so geschrieben, dass sich Leser*innen […]

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Tomer Gardi
Liefern

Tomer Gardis Liefern ist ein multiperspektivischer Roman, der zahlreichen Charakteren folgt, die an unterschiedlichen Orten der Welt unter prekären Bedingungen im Lieferdienst tätig sind. In diesem Sektor arbeiten häufig Migrant*innen (oft ohne Arbeitserlaubnis), arme Menschen oder Außenseiter*innen ohne nennenswerte andere Optionen. Besonders der globale Aspekt macht Liefern zu einem besonderen und interessanten Buch.  Der Roman ist in sechs Teile […]

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Megha Majumdar
A Guardian and a Thief 

Klimafiktion ist Belletristik, die sich mit den Auswirkungen der Klimakrise befasst. Wer zu einem Werk dieses Genres greift, sollte sich klar sein, dass darin entworfene Zukunftsszenarien eher kein Happy End liefern werden – denn das könnte es eigentlich nur mit dem Ende der Klimakrise geben, was schwer vorstellbar ist. Trotzdem habe ich beim Lesen von […]

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Jessica Mawuena Lawson
Kekeli

Jessica Mawuena Lawsons Debütroman Kekeli spielt zu dieser magischen Zeit zwischen den Abiturprüfungen und dem, was danach kommt. Es sind ein paar Wochen, in denen junge Erwachsene oftmals plötzlich viel Zeit haben. Die Protagonistin, die dem Buchtitel entsprechend Kekeli heißt, nutzt diese Gelegenheit, um Neues auszuprobieren und verliebt sich dabei. Der Roman zeichnet sich durch […]

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Tag der Monja Blanca: eine Nation feiert eine Blume

Der 11. Februar ist in Guatemala der Tag der Monja Blanca, ein nationaler Gedenktag, der die seltene weiße Orchidee, die 1934 zur Nationalblume gekürt wurde, würdigt. Wir nutzen die Gelegenheit, um über Nationalsymbole nachzudenken und mit dem guatemaltekischen Botaniker Fredy Archila zu sprechen, der sich für den Schutz der Blume engagiert.

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Marion Kraft
Weltenwechsel

Unter dem etwas abstrakten Titel Weltenwechsel erzählt Kraft die Geschichte eines Schwarzen Mädchens, das kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Süddeutschland aufwächst. Mit dieser Perspektive auf die Nachkriegszeit füllt Kraft eine Lücke in der deutschen Literaturlandschaft.

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Abdulrazak Gurnah
Diebstahl

Ich war neugierig, Abdulrazak Gurnahs neuesten Roman zu lesen – seine erste Veröffentlichung nach der Auszeichnung mit dem Nobelpreis für Literatur im Jahr 2021. In Diebstahl (übersetzt von Eva Bonné) geht es um Karim, Fauzia und Badar, die zwischen Sansibar und Dar es Salaam aufwachsen, sich anfreunden und verlieben.

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Heutige Echos der Telegrafie von Nauen über Kamina nach Windhoek

Zur Zeit des deutschen Kolonialismus diente die Funktechnik als Instrument kolonialer Kontrolle. Verschiedene Aspekte dieser Geschichte und ihrer Folgen werden in Lene Albrechts Roman Weiße Flecken, in dem Workbook From Windhoek to Kamina to Nauen und in der Ausstellung „Signale der Macht“ im Brandenburg Museum in Potsdam thematisiert.

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Fiona Williams
Jahreszeiten

Jahreszeiten erzählt von den Rissen im Leben der Hembrys, einer mixed-race Familie im ländlichen Somerset. Die vierköpfige Familie ist in einer schwierigen Situation und es scheint, als würde sie daran zerbrechen. Aber vielleicht gibt es doch noch die Möglichkeit, dass sie irgendwie wieder zueinander finden?

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