Zahlreiche Schriftsteller*innen halten der Buchbranche in ihren Romanen den Spiegel vor und befassen sich dabei mit unterschiedlichen Fragen: Für welche Leser*innen werden Bücher gemacht? Wer darf über was schreiben? Mangelt es der Literaturbranche an Diversität? Oder auch: Ist sie rassistisch?
In dieser Folge sprechen Anna und Susi über Erasure von Percival Everett (oder Ausradiert in deutscher Übersetzung, Übersetzer*in unbekannt), The Other Black Girl von Zakiya Dalila Harris (gleicher Titel in der deutschen Übersetzung von Heike Schlatterer), und Yellowface von R.F. Kuang, (ebenfalls gleicher Titel in der deutschen Übersetzung von Jasmin Humburg).
Shownotes
Jahreszeiten erzählt von den Rissen im Leben der Hembrys, einer mixed-race Familie im ländlichen Somerset. Die vierköpfige Familie ist in einer schwierigen Situation und es scheint, als würde sie daran zerbrechen. Aber vielleicht gibt es doch noch die Möglichkeit, dass sie irgendwie wieder zueinander finden?
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Rosarita, Desais neuester Roman, ist die Geschichte von Bonita, einer jungen Inderin aus Neu-Delhi, die für einen Spanischkurs nach San Miguel in Mexiko reist. Eines Tages wird sie im Jardín von einer Frau, von Vicky, konfrontiert, die später die Fremde und dann zum Trickster wird. Die Fremde behauptet, Bonitas Mutter, Sunita, gekannt zu haben. Nur nennt die Fremde sie Rosarita. Rosarita, so die Fremde, war einst eine talentierte Künstlerin, die aus Indien kam, um von den großen Maler*innen Mexikos zu lernen.
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Louise Kennedy’s Geschichte rund um die Grundschullehrerin Cushla spielt 1975, zum Höhepunkt der Troubles in Nordirland in einem zutiefst zerrütteten Belfast.
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Bevor wir mit der zweiten Staffel des poco.lit. Podcasts starten, widmen wir uns in dieser Folge unserer Lesepraxis: Was lesen wir eigentlich? Wie suchen wir Bücher aus? Was begeistert uns? Um diese Fragen zu beantworten, stellen Susi und Anna jeweils drei Bücher vor, die sie in den ersten drei Monaten in 2025 gelesen haben. Bei Susi lag der Schwerpunkt auf irischer Literatur, sie hat Doireann Ní Ghríofa, Kerri Ní Dochartaigh und Louise Kennedy gelesen. Annas Auswahl beinhaltete Jennifer Neal, Maryam Aras und Melina Borčak und es ging viel um Migration und (schöne und diskriminierungskritische) Sprache.
Im Gespräch zeichnet sich ab, dass biografische Verbindungen zu den Themen oder Schauplätzen von Büchern dafür sorgen, dass wir sie lesen wollen. Wir lesen aber teilweise auch gezielt für pocolit.com, was öffentliche Bibliotheken so hergeben oder Freund*innen uns empfehlen.
Shownotes
Jessica Gaitán Johanessons Debütroman regt zum Nachdenken über Sprache und Kultur an und erzählt von Figuren, die genauso eigen wie liebenswürdig sind.
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An der Schnittstelle zwischen Familienchronik und Pandemieerzählung und verflochten mit dem verheerenden Voranschreiten der Klimakatastrophe bietet Aquariums unentschlossenen und aufgeschlossenen Leser:innen eine Brücke zwischen historischem Roman und Science-Fiction.
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In diesem spannenden First Nations Roman aus Kanada geistert ein lebhafter Schrecken durch die Träume der Frauen einer Familie und die weite Prärielandschaft.
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Wright schreibt keine Geschichte, die von der Stadt Praiseworthy – einer Aboriginal Community in Nordaustralien – handelt, sondern schafft einen in Gänze Indigenen Roman.
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Ich entscheide mich selten freiwillig dazu, Geschichten über Zeitreisen zu lesen, obwohl sie, wenn sie gut gemacht sind, sowohl erzählerisch einiges ermöglichen als auch Verbindungen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart effektiv inszenieren und hinterfragen können. Und genau das gelingt Sanyal mit Antichristie.
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