5 Bücher für Foodies

5 books for foodies

5 Bücher für Foodies

In verschiedensten Genres ist Essen ein zentrales Thema und dabei geht es nicht nur um Rezepte oder Kochtechniken. In der Literatur wird Essen unter anderem als Ausgangspunkt für eine Geschichte, als Metapher oder zur Annäherung an Identitäten und Beziehungen genutzt. In diesem Listicle empfehlen wir 5 großartige Bücher für Foodies, 2 Romane und 3 Memoiren. Wir versprechen, dass diese Bücher hungrig machen. (Alle beinhalten Fleisch.)

Francesca Ekwuyasis Butter Honig Schwein Brot

Francesca Ekwuyasis Debütroman erzählt von drei Frauen, einer Mutter und ihren Zwillingstöchtern. Nach Jahren, in denen sie auf unterschiedlichen Kontinenten gelebt haben, treffen sie sich in Lagos wieder. Taiye kocht unermüdlich für ihre Mutter und ihre Schwester, anfangs, um ernsten Gesprächen aus dem Weg zu gehen, später, damit sie endlich über die schwierigen Dinge sprechen können. Die gemeinsamen Mahlzeiten nähren auch ihre Beziehungen zueinander.

Claire Kohdas Die Hungrige

In Claire Kohdas Roman ist die mixed-race Vampirin Lydia, die gerade ihr Kunststudium absolviert hat, extrem hungrig – in London ist es schwierig an Schweineblut zu kommen. Sie kann keine menschliche Nahrung zu sich nehmen, ist aber besessen von Essen und Kochen. In der dunklen Sicherheit ihres fensterlosen Studios verbringt sie Stunden auf dem harten Betonboden, schaut sich Kochserien an und scrollt durch Food-Posts, bis ihre Ängste und wirren Gedanken durch die Wiederholung betäubt werden. Ernährung und Konsum stehen im Mittelpunkt dieser Geschichte.

Nina Mingya Powles Tiny Moons: A Year of Eating in Shanghai

Dieser schmale Band basiert auf Blogeinträgen, die Nina Mingya Powles verfasst hat, als sie für ein Jahr nach Shanghai, China, ging, um ihr Chinesisch zu verbessern. Sie wohnt auf dem Universitätscampus. Ob es in Strömen gießt oder eigentlich zu heiß ist, um das klimatisierte Wohnheimzimmer zu verlassen, ihre Liebe für Dumplings und jede Art von Nudelgerichten treibt sie nach draußen. Powles lyrischen kurzen Texte sind von einem Gefühl der Einsamkeit und der Suche nach der eigenen Identität durchzogen.

Michelle Zauners Tränen im Asia-Markt

In ihrem bewegenden Memoir berichtet Michelle Zauner über den Tod ihrer Mutter Chongmi und ihren anschließenden Trauerprozess, in dem ihr das Kochen großen Trost spendet. Ihre Mutter war eine strenge Perfektionistin und Zauner beschreibt sich selbst eher als chaotische, verträumte Künstlernatur. So unterschiedlich Mutter und Tochter immer waren, ihre Liebe für koreanisches Essen – Essen aus dem Herkunftsland der Mutter – blieb ein verbindendes Element.

Angela Huis Takeaway

Die Kulinarik-Journalistin Angela Hui nimmt uns mit hinter die Theke von Lucky Star, dem Imbissladen, den ihre Familie über dreißig Jahre hinweg im ländlichen Dorf Beddau im Süden von Wales betrieb. Als „Imbiss-Kind” aufzuwachsen, bedeutete für Angela Sicherheit und Hölle zugleich. Nach der Schule und an den Wochenenden quälten sich die Hui-Geschwister durch ihre Pflichten, nahmen Bestellungen entgegen und füllten Tüten mit frisch gebratenen Krabbenkräckern („einer für die Tüte, einer für uns“). Doch der vordere Bereich von Lucky Star war auch ein Ort für Feste, Feiertage und Familientreffen.

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