: USA

Sonntags-Toast mit Butter

Gestern Abend gegen 22 Uhr trank Jess einen Becher Horlicks, dieses süße, warme malzhaltige Milchgetränk zusammen mit einem pralinengroßen Schokoladenstücke in Tropfenform von Hershey‘s. Sie hatte es aus einer Tüte entwendet, die sie in einem Schrank gefunden hatte, das Ablaufdatum war bereits überschritten. Das Schokoladenstück war inzwischen weiß und versteinert, aber durch kräftiges Umrühren gelang es ihr, es zu einem Klecks zu schmelzen, den sie zum Schluss mit einem Waffelkeks mit Vanillecremefüllung ass. 

mehr...

Jennifer Neal
Notes on her Colour

Viele Szenen dieses eindrücklichen Romans über Race, Familiendynamiken, seelische Gesundheit, Trauma und Queerness sind überraschend, aufregend lustvoll oder abgrundtief hässlich – sie brennen sich in die Erinnerung ein.

mehr...

Alexis Pauline Gumbs
Unertrunken

Unertrunken: Was ich als Schwarze Feministin von Meeressäugetieren lernte von Alexis Pauline Gumbs ist eins der seltsamsten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen haben – und ich meine das in einem überaus positiven Sinne. Ich gebe zu, ich musste erst reinkommen, aber dann hat mich diese ungewohnte Art, über Delfine, Wale, Robben und Co. in Verbindung mit Schwarzem Leben zu sprechen, für sich eingenommen.

mehr...

Dekolonisierung ist keine Metapher

Mit poco.lit. möchten wir u.a. Schlüsselideen der Postcolonial Studies entmystifizieren. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf den Artikel „Decolonization is not a metaphor“ (Dekolonisierung ist keine Metapher), der 2012 von Eve Tuck und K. Wayne Yang veröffentlicht wurde.

mehr...

Tayari Jones
In guten wie in schlechten Tagen

Tayari Jones gelang mit In guten wie in schlechten Tagen (übersetzt von Britt Somann-Jung) der literarische Durchbruch. Sie nimmt ihre Leser*innen mit in den US-amerikanischen Süden und bietet detailreiche Einblicke in das Leben eines mittelständischen afroamerikanischen Paars, deren Leben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt wird.

mehr...

Honorée Fanonne Jeffers
Die Liebeslieder von W.E.B. Du Bois

Honorée Fanonne Jeffers‘ erster Roman Die Liebeslieder von W.E.B. Du Bois ist umfangreich und anspruchsvoll: Die Familiengeschichte der Afroamerikanerin Ailey Pearl Garfield wird über zahlreiche Generationen zurückverfolgt und zeigt komplizierte familiäre Verwicklungen, die eine Folge von Siedlungskolonialismus und Versklavung sind.

mehr...

Leila Mottley
Nachtschwärmerin

Leila Mottley war dieses Jahr die jüngste Autorin auf der Booker Prize Longlist. Ihr Roman Nachtschwärmerin folgt einer Jugendlichen, die in Oakland um ihr Überleben und ein Dach über dem Kopf kämpft. Dieser Roman ist wichtig und ziemlich schwere Kost.

mehr...

Charmaine Wilkerson
Black Cake

Black Cake ist Charmaine Wilkersons bewegender Debütroman, in dem sich zwei entfremdete Geschwister, Byron und Benny, mit dem Tod ihrer Mutter und ihrer verborgenen Vergangenheit auseinandersetzen müssen.

mehr...