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10. Juni 2020

Virtuelle Stadtführung: Auf postkolonialer Spurensuche

Wussten Sie schon, dass der Kilimandscharo mal als der höchste Berg Deutschlands angesehen wurde? Oder dass die Spitze des Kilimandscharo sich in Potsdam befindet und nicht in Tansania? Wussten Sie schon, dass der Preußische König Friedrich Wilhelm I. die ehemalige deutsche Kolonie Großfriedrichsburg für 1200 Dukaten und 12 Afrikaner*innen an die Holländer verkauft hat? Wussten Sie auch, dass Chinas zweitgrößte Brauerei, Tsingtao, eine Vergangenheit hat, die mit deutschem Kolonialismus zusammenhängt?

Statuen, Gebäude und andere Artefakte im Park Sanssouci deuten eindeutig auf Preußens koloniale Vergangenheit hin.

Diese kolonialen Spuren und Verbindungen aus der Vergangenheit Brandenburgs werden während der virtuellen Führung durch den Park Sanssouci kontextualisiert und unsichtbare Teile der Geschichte sichtbar gemacht.

Elisabeth Nechutnys studierte Anglophone Literaturen und Kulturen an der Universität Potsdam. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern von Postcolonial Potsdam. Heute engagiert sie sich neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit in einem Berliner Start-Up weiterhin in Potsdam und bietet postkoloniale Parktouren oder andere Veranstaltungen und Workshops an.

Anna von Rath arbeitet als freie Social Justice und Diversity Trainerin in Berlin und Brandenburg und betreibt poco. lit., eine Plattform für postkoloniale Literaturen im weitesten Sinne. Sie studierte englischsprachige Literatur- und Kulturwissenschaften und promovierte zu Afropolitismus. Sie ist Mitgründerin von Postcolonial Potsdam.

Informationen und Registrierung:
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg e.V.
Tel.: 0331 200578 -16/19
mitmenschen@boell-brandenburg.de
www.boell-brandenburg.de