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HKW, Vortragssaal
11. Mai 2022
Buchcover von Afrikanische Europäer von Olivette Otele

Afrikanische Europäer – Eine unerzählte Geschichte

Die Bewegung Black Lives Matter hat die Lebenswelten Schwarzer Menschen auch in Europa in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Doch in der Geschichte des Kontinents bleibt Schwarze Präsenz weiterhin oft ausgespart. Mit ihrer historischen Gesamtdarstellung, die von Schweden über Deutschland bis nach Griechenland führt, füllt Olivette Otele endlich diesen allzu weißen Fleck in der Geschichtsschreibung Europas.

Otele erzählt von Einzelschicksalen und Schauplätzen der Begegnung, vom engen Austausch zwischen Afrika und Europa seit den römischen Expansionsbewegungen und von heute oftmals vergessenen Schwarzen Heiligen, Herrschern und Intellektuellen. Auf diese Weise macht sie die Konjunkturen der mitnichten immer gleichbleibenden Unterdrückung Schwarzer Menschen in Europa fassbar. Vom Terror der Sklaverei über Schwarze Körperlichkeit und ihre Exotisierung bis hin zu Schwarzen Widerstandsbewegungen und Bruderschaften zeichnet Otele das revolutionäre Bild eines immer schon „afrikanischen“ Europas.

Autorin: Olivette Otele studierte an der Pariser Sorbonne und ist Professorin für die Geschichte der Sklaverei an der Universität Bristol. Sie ist die erste Woman of Color, die im Vereinten Königreich eine Geschichtsprofessur bekleidet. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf dem kollektiven Gedächtnis in postkolonialen Gesellschaften und afroeuropäischen Erinnerungskulturen. Zudem amtiert sie als Vizepräsidentin der Royal Historical Society.

Moderatorin: Mahret Ifeoma Kupka ist Kunstwissenschaftlerin, freie Autorin und seit 2013 Kuratorin für Mode, Körper und Performatives am Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main. In ihrer Arbeit befasst sie sich mit Rassismus, Erinnerungskultur, Repräsentation und der Dekolonisierung von Kunst- und Kulturpraxis in Europa und Afrika. Sie ist Beiratsmitglied der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) e.V. und von Texte zur Kunst sowie Gründungsmitglied der Neuen Deutschen Museumsmacher*innen.

Eintritt frei.