{"id":23788,"date":"2025-09-09T14:54:24","date_gmt":"2025-09-09T12:54:24","guid":{"rendered":"https:\/\/pocolit.com\/?p=23788"},"modified":"2025-09-18T14:56:32","modified_gmt":"2025-09-18T12:56:32","slug":"vertragsarbeit-in-der-ddr-erinnerungen-und-perspektiven-aus-mosambik-und-angola","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pocolit.com\/en\/2025\/09\/09\/vertragsarbeit-in-der-ddr-erinnerungen-und-perspektiven-aus-mosambik-und-angola\/","title":{"rendered":"Vertragsarbeit in der DDR \u2013 Erinnerungen und Perspektiven aus Mosambik und Angola"},"content":{"rendered":"\n<p>Herzliche Einladung zur Veranstaltung &#8220;Vertragsarbeit in der DDR \u2013 Erinnerungen und Perspektiven aus Mosambik und Angola.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Wann? 30. Oktober 2025, 18:00-19:30 Uhr<br>Wo? DAS MINSK &#8211; Kunsthaus in Potsdam, Max-Planck-Str. 17, 14473 Potsdam<br>Sprache? Deutsche Lautsprache<br>Eintritt? 5,00\u20ac (Ticket-Verkauf \u00fcber DAS MINSK)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichte der Vertragsarbeit in der DDR wirkt bis in unsere Gegenwart nach. Tausende Menschen aus Mosambik, Angola und anderen sogenannten \u201esozialistischen Bruderstaaten\u201c kamen ab den sp\u00e4ten 1970er Jahren in die DDR \u2013 mit dem Ziel dort zeitweise zu leben, zu arbeiten und sich beruflich weiterzubilden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Veranstaltung widmet sich den Erinnerungen jener ehemaligen Vertragsarbeiter:innen, die sp\u00e4ter nach Mosambik zur\u00fcckgekehrt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Comic-K\u00fcnstlerin <strong>Birgit Weyhe<\/strong> n\u00e4hert sich diesem Kapitel deutsch-afrikanischer Zeitgeschichte mit ihrem vielfach ausgezeichneten Werk <em>Madgermanes<\/em>, das durch seine eindringliche Bildsprache afrikanische und europ\u00e4ische Erz\u00e4hltraditionen miteinander verbindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit <strong>Elisabeth Nechutnys<\/strong> stellt die Historikerin <strong>Marcia C. Schenck<\/strong>, die in Mosambik und Angola geforscht hat, ihr Buch <em>Von Luanda und Maputo nach Ost-Berlin<\/em> vor. Darin l\u00e4sst sie die Stimmen ehemaliger Vertragsarbeiter:innen sprechen \u2013 und er\u00f6ffnet damit einen seltenen Perspektivwechsel auf die Geschichte der DDR.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zentrum stehen pers\u00f6nliche Erfahrungen: das Leben in Arbeiterwohnheimen, der Alltag in den Betrieben, Momente der Isolation und der Begegnung. Bei der Veranstaltung werden die B\u00fccher vorgestellt und die Ambivalenzen und Nachwirkungen dieser biografischen wie politischen Verflechtungen erkundet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Birgit Weyhe<\/strong>, geboren 1969 in M\u00fcnchen, ist eine Comic-K\u00fcnstlerin, deren Kindheit in Ostafrika ihren k\u00fcnstlerischen Ausdruck pr\u00e4gte. Nach ihrem Studium der Germanistik und Geschichte schloss sie ihr Diplom im Fach Illustration an der HAW Hamburg ab. Mit Werken wie <em>Madgermanes<\/em>, das die Biografien mosambikanischer Vertragsarbeiter*innen in der DDR thematisiert, hat sich Weyhe in der deutschen Comic-Szene etabliert. F\u00fcr dieses 2016 im avant-verlag erschienene Buch erhielt sie den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung und den Max und Moritz-Preis. Im Jahr 2022 wurde sie als beste deutschsprachige Comiczeichnerin ausgezeichnet und erhielt als erste Comiczeichnerin das renommierte Hamburger Lessing-Stipendium.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Marcia C. Schenck<\/strong> ist Professorin f\u00fcr Globalgeschichte und Mitglied des Potscolonial Studies Collective an der Universit\u00e4t Potsdam. Ihre Forschungsinteressen umfassen globale und afrikanische Geschichte, Oral History, Arbeits- und Bildungsgeschichte sowie Migrationsgeschichte und Fluchtprozesse. Sie promovierte in Geschichte an der Princeton University in den USA und besitzt einen MSc in African Studies von der University of Oxford. Sie ver\u00f6ffentlichte eine Geschichte \u00fcber mosambikanische und angolanische VertragsarbeiterInnen unter dem Titel <em>Von Luanda und Maputo nach Ost-Berlin<\/em> (2025), welche ebenfalls in englischer und portugiesischer Sprache erschienen ist. Peer-reviewed-Artikel zum Thema des Buches ver\u00f6ffentlichte sie unter anderem in<em> Africa<\/em>, <em>African Economic History<\/em> und <em>Labor History<\/em>. Gemeinsam mit Eric Burton, Anne Dietrich und Immanuel Harisch hat sie einen Band \u00fcber die vielf\u00e4ltigen Beziehungen zwischen der DDR und dem afrikanischen Kontinent herausgegeben, der den Titel <em>Navigating Socialist Encounters: Moorings and (Dis)Entanglements between Africa and East Germany during the Cold War <\/em>(2021) tr\u00e4gt. Au\u00dferdem ist sie Gr\u00fcnderin des Projekts Global History Dialogues (https:\/\/globalhistorydialogues.org), das Teil des Global History Lab an der University of Cambridge in Gro\u00dfbritannien ist, und hat in diesem Rahmen mit Kate Reed zusammen die Anthologie <em>The Right to Research: Historical Narratives by Refugee and Global South Researchers <\/em>(2023) herausgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Elisabeth Nechutnys<\/strong> studierte Anglophone Literaturen an der Universit\u00e4t Potsdam und geh\u00f6rte zu den Gr\u00fcnderinnen von Postcolonial Potsdam, einer Initiative, die Kulturveranstaltungen organisiert und eine postkoloniale Walking Tour durch Potsdam entwickelt hat. Aktuell arbeitet sie am Museum f\u00fcr Naturkunde im TheMuseumsLab.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Veranstaltung wird organisiert von: Universit\u00e4t Potsdam, Potsdam Postcolonial Studies Collective, DAS MINSK &#8211; Kunsthaus in Potsdam<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzliche Einladung zur Veranstaltung &#8220;Vertragsarbeit in der DDR \u2013 Erinnerungen und Perspektiven aus Mosambik und Angola am 30.10.25, organisiert von der Universit\u00e4t Potsdam, dem Potsdam Postcolonial Studies Collective und DAS MINSK &#8211; Kunsthaus in Potsdam.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":23789,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[3,2411],"tags":[3073,3071,3065,3068,2922,3069,3070,2919,3067,3066,3072,2914],"class_list":["post-23788","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-events","category-magazin","tag-afrikanische-vertragsarbeiter-in-der-ddr","tag-birgit-weyhe","tag-das-minsk-kunsthaus-in-potsdam","tag-luanda","tag-madgermanes","tag-maputo","tag-marcia-c-2","tag-marcia-c-schenck","tag-potsdam-postcolonial-studies-collective","tag-universitaet-potsdam","tag-vertragsarbeiter-in-der-ddr","tag-von-luanda-und-maputo-nach-ost-berlin"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pocolit.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23788","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pocolit.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/pocolit.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pocolit.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pocolit.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23788"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/pocolit.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23788\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23794,"href":"https:\/\/pocolit.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23788\/revisions\/23794"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pocolit.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23789"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pocolit.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23788"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/pocolit.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23788"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/pocolit.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23788"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}