Decolonizing Wor:l:ds – 05.-15.09.2018

Decolonizing Wor:l:ds – 05.-15.09.2018

Während des 18. Internationale Literaturfestival Berlin, das vom 05.-15.09.2018 stattfindet, gibt es ein Special zu Decolonizing Wor:l:ds.

Das Ende des Kolonialismus bedeutete keinesfalls das Ende westlicher Dominanz. Wie wir die Welt wahrnehmen und welches Wissen wir über sie produzieren, ist bis heute – auch in Europa – mit erzählten und verschwiegenen kolonialen Geschichten verwoben.
Deshalb fordert Ngugi wa Thiong’o eine »Dekolonisierung des Denkens«. In seinen Essays hebt er die wesentliche Bedeutung der afrikanischen Sprachen für die Vermittlung von Kultur und Geschichte innerhalb Afrikas und als Mittel zur Befreiung von kolonialen Herrschafts- und Denkstrukturen hervor. Doch nicht nur die ehemals Kolonisierten sind betroffen. Die hegemoniale Perspektive schlägt auf die Kolonisierenden zurück und entmenschlicht sie ebenfalls, wie von Aimé Césaire in seinem berühmten Text „Über den Kolonialismus“ beschrieben.
Bis heute beschäftigt uns die Frage, wie eine Dekolonisierung der Gesellschaften in Hinblick auf die Geschlechter, Kulturen, die Wirtschaft und die Politik gelingen könnte. Wie können koloniale Spuren in Wissenschaft, Literatur und Alltag sichtbar gemacht werden? Wie ist der Anspruch der Dekolonisierung mit den Forderungen und Kämpfen für soziale Gerechtigkeit und gegen Rassismus zu verbinden?

06.09.18, 18:00h: Eröffnung, EOTO e.V., Togostraße 76, 13351 Berlin

07.09.18, 18:00h: Dekolonisierung des Denkens, Diskussion mit Mũkoma wa Ngũgĩ und Rémi Tchokothe Kamerun im Aquarium

08.09.18, 12:00h: Dekolonisierung öffentlicher Räume, Diskussion mit Noa Ha, Christian Kopp und Zethu Matebeni im Aquarium

08.09.18, 14:00h: Dekolonisierung von Gender und Sexualität, Diskussion mit Akwaeke Emezi, Mbali Matandela, Zethu Matebeni, Anja Michaelsen, Musa Okwonga, Lana Sirri und Zairong Xiang im Aquarium

08.09.18, 16:15h: Die Politik des Schönen, Diskussion mit Mit Sandrine Micossé-Aikins, Umber Ghauri und kate-hers Rhee im Aquarium

08.09.18, 18:30: Psychologie und Diversität – De-koloniale Ansätze, Filmvorführung im Aquarium

09.09.18, 12:00: Kreide und Tafel – Dekolonisierung der Orte des Wissens, Diskussion mit Dalia Gebrial, Nadja Ofuatey-Alazard und Melz Owusu im Aquarium

09.09.18, 14:00: #decolonize #diversity – Strukturwandel in Kulturinstitutionen oder Marketingstrategie?, Diskussion mit Sandrine Micossé-Aikins, André Alexis, Aya Cissoko und Masande Ntshanga im Aquarium

09.09.18, 18:00h: Sprache und Identität – Abschlussgespräch mit Patrick Chamosieau

 

 

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